Orlando Süss

www.michaelschafranek.at

Mein Weg zum Schauspielen war ein sehr eigenwilliger und harter. Ich wollte es zwar schon mein Leben lang tun, wirklich beginnen wollte ich aber lange Zeit nicht. 2013, nachdem einige Schauspielschulen mir den Zutritt vehement verweigerten, beschloss ich einfach, damit anzufangen. Das heißt, jede Rolle spielen die ich kriegen kann, learning by doing, egal ob ohne Schule oder Bezahlung, ohne großes Publikum, egal wie professionell das Set oder Theater ist – einfach machen. Warum? Weil ich es tun muss, und weil es nichts gibt, was mich glücklicher macht. In diesen vergangenen Jahren durfte ich mich durch alles durchkosten, Low-Budget und ORF-Produktionen, Drama und Splatter-Komödien, Animationsfilme, Web-Serien, Musikvideos,….

Unter anderem wurde ich in Jean-Paul Satre’s Geschlossene Gesellschaft zur Leinwand für Hochgeistige Diskurse und in Hermann mit der Schneeschaufel zum lustgetriebenen und hochkuriosen Mitglied einer ebenso kuriosen Gangstertruppe. In Wienerland verkörperte ich einen wasserstoffblonden Magier und in diversen Animationsfilmen der FH-Hagenberg durfte ich Stimme und meine Bewegungen über Motion Capture zur Verfügung stellen.

Wenn man den ganzen Tag an einen Sessel gefesselt schreit, auf eiskalter Erde liegend mit Blut übergossen die Leiche mimen muss, weil man in der Action-Szene davor erschossen wurde oder sich spontan auf den harten Boden wirft und dabei die (Privat-)Kleidung und die Schienbeine zerstört, weil es grad einfach so gut zur Szene passt oder wenn man den fünften Zusammenbruch hintereinander spielen muss – wenn man danach mit einem breiten Grinsen nach Hause fährt und vor Glück nicht schlafen kann, dann weiß man, dass man seine Leidenschaft gefunden hat.